Ursachen für eine verstopfte Drainage

Eine nicht richtig funktionierende Drainage sorgt für einen verringerten Abfluss von Regen- und Oberflächenwasser. Dadurch können Parzellen, die über eine Drainage verfügen, immer noch unter einem kritischen Wasser-Luft-Verhältnis leiden. Im Extremfall bilden sich Wasserpfützen. Das Ackerland wird dann nicht oder nur schlecht zu bewirtschaften. Dieses Risiko besteht vor allem im Frühjahr, bei extremen Niederschlägen in der Vegetationsperiode und im Herbst während der Ernte. Dies führt in der Regel zu Ertragseinbußen.

Ursachen

Die Funktion und die Lebensdauer einer Drainage hängt vor allem von Verstopfungsprozesse in und um die Drainageleitungen ab. Es gibt verschiedene Ursachen, wodurch Verstopfungen im Drainagerohr oder Verstopfung der Ummantelung auftreten können.

Anlegen

Vor allem in den ersten Jahren nach Anlegen einer Drainage können Bodenpartikel leicht in das Rohr gelangen. Dies gilt insbesondere für lose Sandböden. In diesem Fall muss das gesamte Drainagesystem durchgespült werden. Bevorzugt innerhalb von zwei Jahren nach dem Anlegen.

Einspülungen

Das Einspülen von Ton- oder Sandpartikeln in Drainagerohre ist ein kontinuierlicher Prozess. Diese eingespülten Bodenpartikel lagern sich am Boden der Drainageleitung ab. Die Folge: Der Wasserdurchfluss ist begrenzt oder sogar vollständig blockiert. Auf Sandböden verläuft diese Einspülung schneller als auf Lehmböden. Diese Verschmutzungen können häufig bei einer regelmäßigen Drainagereinigung einfach weggespült werden.

Eisenoxidation

Ein bekanntes Problem, das zu Drainageverstopfungen führt, ist Eisenoxidation. Dabei bilden sich Eisenablagerungen auf dem Drainagerohr, der Ummantelung oder am Filtertuch. Es wird empfohlen, ein jährliches Durchspritzen durchzuführen. Diese Verunreinigung durch eisenreiches Wasser ist leicht zu erkennen.  Eisenablagerungen am Endrohr und/oder braunes Wasser aus Drainage deuten auf eine (stark) eisenhaltige Bodenart hin.

Filtertuch

Eine weitere Ursache für Verstopfungen ist ein verschlammtes Filtertuch. Dies kann z. B. auf Algenwachstum zurückzuführen sein. Damit eine solche Drainage wieder einwandfrei funktioniert, muss die Verschmutzung im Filtertuch verringert werden.

Wurzelwachstum

Verstopfungen von Drainagesystemen können auch durch das Einwachsen von Baum- oder Pflanzenwurzeln auftreten. Nicht nur das Wurzelwachstum selbst ist das Problem, sondern auch der Schmutz und Schlamm, der sich darauf ablagert. Darüber hinaus können durch Setzungen in der Drainage Verstopfungen auftreten. Dies geschieht, wenn der Boden zur Erntezeit nass ist. Stark beladene Traktoren mit (Kipp-) Anhängern verursachen dann tiefe Spuren, insbesondere auf dem Vorgewende.

Präventives Reinigen

(Präventives) Reinigen von Drainagesystemen verhindert die meisten Verstopfungsprobleme. Auf Lehmböden ist dies alle fünf bis sechs Jahre ausreichend. Auf Sandböden wird präventives Reinigen alle zwei bis drei Jahre empfohlen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Drainagerohre – und damit deren Funktion – in einwandfreiem Zustand sind und bleiben.

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